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Ernährungsberatung Die Ernährungsberatung bietet in einer nicht direktiven, partnerschaftlichen Gesprächssituation allgemeine Informationen und individuelle Entscheidungshilfen zu Fragen bezüglich Lebensmitteln, Essverhalten, gesundheitlichem Verbraucherschutz und Reduzierung von Risikofaktoren im Sinne der Gesundheitsförderung. Sie kann Prozesse zur persönlichen Problemlösung initiieren und/oder Fertigkeiten hierzu gemeinsam mit dem Ratsuchenden erarbeiten und einüben (Einzel- und Gruppenberatung). Sie stützt sich auf aktuelle, wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse und berücksichtigt bei individuellen Fragestellungen die Alltagssituation des Ratsuchenden (in Anlehnung an Pudel 1998). Es gibt verschiedene Formen der Ernährungsberatung: Ernährungsaufklärung | | |
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| Voraussetzungen | Methoden/Maßnahmen | Ziele | | Vorliegen wissenschaftlich festgestellter Verhaltensfehler | unspezifische „Mitteilungen“ an „alle“, zumeist über Massenmedien | Weckung eines größeren Ernährungsbewusstseins, Sensibilisierung für Ernährungsfragen |
Ernährungsinformation | | |
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| Voraussetzungen | Methoden/Maßnahmen | Ziele | Ernährungsbewusstsein, Vorhandensein von subjektiv bewussten Ernährungsfragen in der Bevölkerung | spezifische Mitteilungen aufgrund von Nachfragen an bestimmten Zielgruppen über schriftliche Informationsträger (Broschüren, Brief, elektronische Medien) | Erweiterung des Ernährungswissens und Klärung der günstigen Voraussetzungen für das Ernährungsverhalten |
Ernährungspädagogik | | |
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| Voraussetzungen | Methoden/Maßnahmen | Ziele | | pädagogisch sinnvolle Möglichkeiten für Erziehungsmaßnahmen (Familiensituation) | Anleitung zu bestimmten Verhaltensweisen durch: Vorbildfunktion/Lob und Tadel/argumentative Begründung | Stabilisierung eines günstigen Ernährungsverhaltens „von Beginn an“, Vermeidung von ungünstigen Verhaltensweisen |
Ernährungstherapie und ernährungsmedizinische Beratung Als Ernährungstherapie wird jede diätetische Maßnahme für den Patienten bezeichnet. Die Ernährungstherapie umfasst die Erstellung und Umsetzung individueller Ernährungspläne und verhaltenstherapeutischer Maßnahmen unter Einbeziehung sozioökonomischer, familiärer und beruflicher Bedingungen des Patienten. Besondere Berücksichtigung muss hierbei die persönliche Lebensqualität erfahren, mit dem Ziel, diese zu erhalten bzw. zu verbessern. Der Therapieprozess fordert eine längerfristige Führung und Betreuung der Patienten. Weiters kann Ernährungstherapie den Einsatz von medikamentösen Ernährungszusätzen und/oder künstlicher Ernährung beinhalten, welcher ausschließlich unter ärztlicher Verordnung durchgeführt wird. Es gibt verschiedene Intensitätsstufen einer Ernährungstherapie mit unterschiedlichen Zielsetzungen: | |
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| Intensitätsstufen | Zielsetzung | | Allgemeine Ernährungstherapie | die optimale zentrale Organisation jener Diätformen, welche von größeren Patientengruppen in Anspruch genommen werden. | | Individuelle Ernährungstherapie | die Erstellung eines patientenspezifischen ernährungstherapeutischen Konzeptes durch den ernährungsmedizinischen Beratungsdienst | | Intensive Ernährungstherapie | exaktes und umfassendes Ernährungsprogramm über den Einsatz parenteraler, enteraler und oraler Nahrung (Ernährungsteam) |
Die Ernährungsmedizinische Beratung ist Teil der Ernährungstherapie und verfolgt das selbe Ziel wie die Ernährungsberatung mit dem Unterschied, dass bei der ernährungsmedizinischen Beratung eine Krankheit als Beratungsursache gegeben ist. Am häufigsten (knapp 70 Prozent) werden Einzelberatungen durchgeführt. Je nach Möglichkeit und Einsatzgebiet (z. B. Adipositas, Diabetes) halten Diaetologen auch Beratungen und Schulungen in Gruppen ab. Aufgaben Diaetologen wenden die meiste Zeit für die Beratung auf, gefolgt von den Aufgaben im Verpflegungsmanagement und der Durchführung der Ernährungstherapie. Wenig Zeit wird leider noch in die Qualitätsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit investiert, wobei hier oft auch die Ursache bei den institutionellen Rahmenbedingungen liegen. Meist sind die angestellten Diaetologen mit der Patientenversorgung zeitlich voll ausgelastet.
Ernährungsberatung Ziel der Ernährungsberatung ist es, Ernährungsempfehlungen und Essverhalten in Einklang zu bringen. Sie beruht auf den Prinzipien der freiwilligen Inanspruchnahme der Eigenverantwortlichkeit des Klienten und seiner kompetenten Selbstentscheidung (Pudel 1998). Die Beratung wird in Form von Einzel- oder Gruppenberatungen durchgeführt. Die Individualität und die spezielle Lebenssituation des Patienten stehen bei der Beratung im Vordergrund. Ernährungstherapie Die Ernährungstherapie beinhaltet die eigenverantwortliche Durchführung der Ernährungsanamnese, die Erstellung des Therapiekonzeptes, die Anleitung zur Umsetzung der indizierten Ernährungsform, die Kontrolle und Optimierung des Therapieverlaufes sowie die transparente Dokumentation. Verpflegungsmanagement Die Hauptaufgaben der Diaetologen im Verpflegungsmanagement sind die Erstellung der Speisepläne und der Produktionspläne sowie die Rezepturbearbeitung. Darüber hinaus üben Diaetologen Kontrollfunktionen im Küchenbereich aus. So kontrollieren 27 Prozent die Speisenzubereitung, zwei Drittel die Speisenverteilung und 45 Prozent die Speisenqualität. Schulungen Unter anderem sind Diabetikerschulungen oder Schulungen zur enteralen bzw. zukünftig auch heimparenteralen Ernährung wichtige Aufgabenbereiche Diaetologen. Der Patient soll mit Unterstützung von Diaetologen lernen, bestimmte Ernährungsformen oder diätetische Maßnahmen, welche seine Lebensqualität verbessern können, in den Alltag zu übernehmen. Vortragstätigkeit Ein Beitrag zur Volksgesundheit sind Vorträge in Bildungseinrichtungen, bei Vereinen oder Selbsthilfegruppen. Die Diaetologen leisten hierbei einen wichtigen Beitrag zur Ernährungsinformation, Ernährungsaufklärung und Ernährungserziehung. Administration Aufgrund der Charakteristik des Berufes ergeben sich administrative Tätigkeiten wie Terminvergabe, Verrechnung, Datenverwaltung, etc. Öffentlichkeitsarbeit Die Teilnahme an Veranstaltungen für die Öffentlichkeit (z. B. Gesundheitstage), das Erstellen von seriösem Infomaterial für die Öffentlichkeit, die Zusammenarbeit mit Medien (Presseartikel, Newsletter, Teilnahme an Radiosendungen u. a.), die Organisation von Seminaren und die Mitarbeit im Berufsverband charakterisieren die Öffentlichkeitsarbeit der Diaetologen. Lehre Diaetologen sind zum Beispiel an Diätakademien, Krankenpflegeschulen sowie Einrichtungen zur Erwachsenenbildung (z. B. WIFI) als Lehrende tätig. Qualitätsentwicklung Dieser Aufgabenbereich umfasst zum Beispiel die Entwicklung von SOP´s (Standard Operating Procedures) für Ernährungstherapien und diätetische Interventionen sowie verhaltenstherapeutische Ansätze zur Ernährungsumstellung. Praktikumsanleitung Im Rahmen ihrer Tätigkeit übernehmen Diaetologen auch die Anleitung von Studierenden der Diätakademien und Studenten der Ernährungswissenschaften. Ernährungsmarketing Diaetologen nehmen auch Aufgaben im Ernährungsmarketing wahr. So arbeiten sie bei der Produktentwicklung mit, übernehmen Teile der Medienarbeit und führen Konsumentenberatungen durch. Ernährungspädagogischen Bereich Im ernährungspädagogischen Bereich beschäftigen sich Diaetologen mit der Entwicklung und Evaluierung von Beratungsstrategien, Schulungsmodellen sowie strukturierten Programmen zur praktischen Umsetzung von Ernährungsempfehlungen. Ebenso sind die Entwicklung und Evaluierung von Modellen und Konzepten zur Verhaltensänderung und Lebensstilanpassung für die Verwirklichung ernährungstherapeutischer Ziele notwendige Aufgaben von Diaetologen. Die Erstellung von Infomaterial und Unterrichtsbehelfen zur Unterstützung und Untermauerung von Ernährungsaufklärung, -beratung und -schulung beziehungsweise Ernährungscoaching sind weitere Aufgaben.
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